Aktuelles - Kapitalmarkt

Emerging Markets - Fundamentale Faktoren beachten

Die Emerging Markets stellen inzwischen 86 Prozent der Weltbevölkerung und verfügen über 75 Prozent der glo­balen Landmassen und Ressourcen. Ihr Anteil an der weltweiten Aktienmarktkapitalisierung beträgt jedoch nur zwölf Prozent. Doch nach einem außergewöhnlichen Wachstumsboom gleichen sich die Schwellenländer den entwickelten Industrieländern zunehmend an. Damit An­leger die .Diversifikationsvorteile" erzielen können, sollten sie, nach Einschätzung des BlackRock Investment Insti­tutes, bei Aktien und Anleihen Ergebnisse der Fundamen­talanalyse beachten.

Konkret bedeute dies u. a. für:

Aktien:

Vorzuziehen sind Markennamen mit starker Wettbewerbs-position in ihrem Land/ihrer Region und beträchtlichen Ein­trittsbarrieren. Hierzu gehören auch Unternehmen aus den Industrienationen. Gleiches gilt für potenzielle oder bereits etablierte Weltmarktführer mit Technologie-vorsprung.

Gut abschneiden werden Unternehmen, die aufgrund der an ihrem Heimmarkt vorherrschenden Geschäfts-bedingungen in einem begrenzten Wettbewerb stehen, ins­besondere Gesellschaften in den Front-Märkten.

Der Großraum China stellt ein wichtiges Wachstums-thema dar. Zu den potenziellen Nutznießern gehören z. B. taiwanesische Finanzwerte und singapursche Vermögensverwalter.

Anleihen:

Generell sollten festverzinsliche Anlagen in den Schwellenmärkten Nutznießer massiver Umschichtungen weg von den Märkten der entwickelten Industrienationen zugunsten von globalen Anlagen sein.

Festverzinsliche Anlagen in den Schwellenmärkten sollten angesichts des immensen Ungleichgewichts zwischen potenziell investierbaren Mitteln und dem begrenzten An­gebot von Anlagewerten von einer vorteilhaften Nachfragedynamik profitieren.

Im Fokus liegen Staaten, die Maßnahmen zur Regulierung von Kapitalflüssen über verschiedene Formen der Kapitalkontrolle ergriffen haben, und die Auswirkungen derartiger Maßnahmen auf die erwarteten Renditen berücksichtigen.


Schwankenden Börsen erfolgreich trotzen

Das Auf und Ab an den Kapitalmärkten hält Privatanleger von einem (Wieder-)einstieg ab. Wer geht schon segeln, wenn jederzeit ein Sturm aufziehen kann. Nach Einschät­zung der Investmentgesellschaft Fidelity gibt es jedoch drei Anlagestrategien, die in einem Umfeld hoher Kurs­schwankungen aussichtsreiche Perspektiven eröffnen.

1. Globale Anleihenstrategien

Staatsanleihen sind nicht mehr der sichere Hafen. Vielmehr tragen sie innerhalb der Anlageklasse Anleihen einen deutlich größeren Anteil zum Gesamtrisiko bei als noch vor wenigen Jahren.

Risikostreuung ist wichtiger denn je. Eine zu große Über­gewichtung einer einzelnen Assetklasse sollte angesichts der bestehenden Unsicherheiten vermieden werden. Der Blick in die Vergangenheit zeigt: Während vor allem An­leihen und Aktien in einer Phase der wirtschaftlichen Erholung profitieren, entwickeln sich Rohstoffe bei Überhitzung

Während Staatsanleihen im vergangenen Jahr im Durchschnitt einen Wertzuwachs von lediglich 3,6 Prozent liefe­ten, erzielten Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Status 7,3 Prozent. Hochzinsanleihen legten sogar um durchschnittlich 15,3 Prozent zu.

Eine aus diesen Assetklassen bestehende globale Anleihenstrategie eröffnet daher die größten Rendite-chancen und minimiert die Verlustrisiken durch mehr Flexibilität bei größerer Auswahl.

2. Multi-Asset-Ansätze

Risikostreuung ist wichtiger denn je. Eine zu große Über­gewichtung einer einzelnen Assetklasse sollte angesichts der bestehenden Unsicherheiten vermieden werden. Der Blick in die Vergangenheit zeigt: Während vor allem Anleihen und Aktien in einer Phase der wirtschaftlichen Erholung profitieren, entwickeln sich Rohstoffe bei Überhitzung und Stagflation besonders gut. Strategische Diversifikation über verschiedene Anlageklassen hinweg, welche die Gewichtungen entsprechend der vorherrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimiert, erhöht deshalb die Effizienz des Portfolios.

3. Dividendenstarke Aktien

Anleger sollten jetzt umdenken und sich für Aktien auch wegen ihrer Dividenden und ihres Gesamtertrages ent­scheiden. Die Erträge von Aktien liegen deutlich über dem historischen Durchschnitt. Aufgrund des Zinseszinseffektes tragen selbst geringe Dividenden erheblich zum Kapitalzuwachs bei.


AKTUELLE MARKTEINSCHÄTZUNG vom Asset Management der GECAM AG

Entwicklung in Zypern ist gesund

  • Inhaber und Gläubiger haften
  • Eine weitere Blase ist geplatzt
  • Für Aktien trübt sich lediglich die Stimmung ein

Wangen im Allgäu, 28. März 2013 – In den deutschen Medien wird sehr aufgeregt darüber diskutiert, ob nun die kleinen Sparer und Rentner für Banken haften sollen. Die Gegenfrage lautet – wer denn sonst?

Zunächst einmal haften bei einer Unternehmensinsolvenz - und nichts anderes ist eine Bankenschieflage - die Eigentümer, in dem ihre Beteiligung oder Aktien wertlos werden. Darüber hinaus müssen diejenigen ihre Forderungen abschreiben, die einem Unternehmen Waren geliefert bzw. Geld geliehen haben. Das Fremdkapital einer Bank setzt sich zusammen aus Anleihen, die die Bank begeben hat und die Anleger zeichnen und Einlagen in Form von diversen Sparprodukten. Auch für Sparprodukte gilt, man gibt seiner Bank einen Kredit und bekommt Zinsen dafür. Wie bei jedem Geld, das man verleiht, muss man sich vorher Gedanken machen, ob dieses auch wieder zurückgezahlt werden kann.

Nun ist es fast schon zu einem Sport geworden, Banken zu suchen, die möglichst hohe Zinsen bieten. Man muss nicht Betriebswirtschaft studiert haben, um zu wissen, dass wenn eine Bank höhere Zinsen zahlen muss, wohl sonst nicht an Geld kommt – somit offenbar nicht ganz gesund ist. Wer solch einer Bank sein Geld anvertraut, ist selbst schuld. Oder sollte man der Meinung sein, dass lieber deutsche Steuerzahler für die Verluste zyprischer Banken aufkommen sollten, anstatt derer, die dort ihre Geld anlegten und hohe Zinsen kassierten, ohne darüber hinaus auch noch Steuern auf die Zinsen zu zahlen (in Zypern gibt es keine Kapitalertragssteuer/Abgeltungssteuer)?

Konkret haben Anleger bei einer zyprischen Bank im Schnitt über die letzten 5 Jahre 24 Prozent Zinsen kassiert. Aus 100.000 Euro sind somit 124.000 Euro geworden. Wäre es wirklich so schlimm, diese Summe mit einer einmaligen Abgabe von 6,75 bzw. 9,9 Prozent, wie im ersten Entwurf der Rettungsmaßnahme vorgesehen, zu belasten? Selbst beim Höchstsatz wären dem Anleger immer noch knapp 112.000 Euro geblieben. Es wäre mehr als gerecht gewesen, einen Teil der erhaltenen Zinsen wieder abzugeben. Der Fall wäre erledigt und jeder könnte weiterleben und weiterwirtschaften! Doch jetzt verlieren durch politische Willkür und vermeintliches Gutmenschentum viele Anleger weitaus größere Teile ihres Vermögens. Vielleicht auch der Rentner, der sich durch lebenslanges sparen zwei- oder dreihunderttausend Euro zurückgelegt hat. Oder das Unternehmen, das Liquidität von mehreren Hunderttausend Euro vorhalten muss, um Rechnungen zu bezahlen, geht jetzt durch einen unsinnigen Schuldenschnitt von 40 – 80 Prozent mit hoher Wahrscheinlichkeit pleite und Arbeitsplätze gehen verloren.

Eine Blase ist geplatzt – und das ist gut!

Zypern hat nach seinem Betritt zur Währungsunion 2007 ein Geschäftsmodell aufgebaut, das auf niedrigen Unternehmenssteuern (10 Prozent) und keinen Kapitalertragssteuern aufbaute. Dies alles in einer international anerkannten und harten Währung – dem Euro - und bei viel höheren Zinsen als in der restlichen Währungsunion. Dadurch wurden viele internationale Gelder angezogen (zum Teil aus nicht ganz durchsichtigen außereuropäischen Geschäften) und der Bankensektor des kleinen Landes wurde auf das achtfache des Bruttoinlandsproduktes aufgebläht. Die Banken haben versucht das viele Geld gewinnbringend – also zu noch höheren Zinsen als man den Anlegern zahlte – anzulegen. Viel davon floss in griechische Staatsanleihen und beim Zusammenbruch kamen diese Banken natürlich in Schieflage. Wer bei solchen Banken anlegt, weil diese hohe Zinsen zahlen, keine Steuern anfallen und möglicherweise Gelder gewaschen werden, der kann auch dafür haften!

Die Stimmung wird belastet

Grundsätzlich befürchten wir keine dauerhaft negativen Auswirkungen der Zypern- Krise. Im Gegenteil, jeder internationale Anleger, der marktwirtschaftlich denkt, müsste die Beteiligung der Investoren an der Rettung begrüßen. Und natürlich kann und muss dieses Prinzip auch für andere Länder in der Euro-Zone bei Bank-Schieflagen gelten. Das war im Übrigen noch nie anders. Eine Garantie für Spareinlagen ist in letzter Konsequenz somit gar nicht darstellbar, denn eine Garantie ist immer nur so gut, wie derjenige, der sie gibt. Und wenn ein Land pleite ist, kann es auch die Spareinlagen nicht garantieren. Für die Menschen und Medien in Europa scheint dies eine neue Erkenntnis zu sein. Nur so lässt sich diese große Verunsicherung erklären. In Zukunft muss sich eben jeder Anleger überlegen, ob er bei einer türkischen, isländischen oder zyprischen Bank höhere Zinsen kassiert, oder doch lieber sein Geld bei der Sparkasse oder Volksbank um die Ecke anlegt, deren Solidität auf der Wirtschaftskraft des heimischen Landkreises oder der Stadt beruht.

Sachwerte sollten profitieren

Über die Bankenfrage hinaus muss der Anleger entscheiden, ob er sein Geld lieber als Kredit verleiht (nichts anderes ist ein Sparbuch), oder ob er nicht besser in Sachwerte investiert, also Eigentum erwirbt. Dies kann eine Immobilie sein, oder die Unternehmensbeteiligung in Form einer Aktie. Auf jeden Fall sollte dieser Sachwert Erträge abwerfen, was zum Beispiel Gold und Silber nicht bieten.

Deutsche Aktien liefern diese Erträge und zwar nicht zu knapp. Im Schnitt rentiert das Eigenkapital bei deutschen DAX-Unternehmen mit 12 Prozent, wovon 3,5 Prozent als Dividende jährlich ausgeschüttet werden. Im Vergleich zu weniger als 1 Prozent Zinsen bei durchschnittlichen deutschen Staatsanleihen oder Bankeinlagen (vor Kosten, Steuern und Inflation), bieten Aktien eine wahrlich starke Rendite. Dem Hauptrisiko des Aktienmarktes, den mitunter heftigen Schwankungen, sollte man intelligent begegnen, indem man diese nutzt und kontinuierlich - am besten mit einem Sparplan - anlegt. Ein Sparplan in deutschen Aktien brachte in den letzten 10 Jahren laut BVI-Statistik (Bundesverband dt. Investmentgesellschaften) eine jährliche Rendite von 5,4 Prozent, trotz einem Jahrzehnt voller Krisen.

Autor: Daniel Zindstein ist verantwortlich für das Portfoliomanagement der vier Dachfonds des unabhängigen Finanzdienstleisters GECAM AG. Der GECAMMarktkommentar erscheint monatlich.

Über die German Capital Management AG (GECAM AG)

Seit Gründung vor mehr als zehn Jahren hat sich die GECAM AG als unabhängiger Finanzdienstleister mit einer Zulassung nach §32 Kreditwesengesetz auf das Investmentgeschäft spezialisiert. Das Unternehmen bündelt die fünf für das Investmentgeschäft essenziellen Bausteine Investmentdach, Vermögensverwaltung, Produkte, Partner-Portal und Dienstleistungskonzept in einem Haus. Mit ihrem ganzheitlichen Servicepaket unterstützt GECAM Vermittler in der professionellen Beratung, individuell passenden Fondsauswahl, gesetzeskonformen und haftungsminimierenden Angebotserstellung, 4 Depotkontrolle sowie im Reporting und in der Auftragsabwicklung. Durch die Entwicklung eigener, erfolgreicher Dachfonds unterstreicht das Unternehmen die fachliche wie organisatorische Leistungsfähigkeit ihres Finanzmanagements. GECAM verwaltet aktuell ein Gesamtnettovermögen von rund 120 Mio. Euro. Der GECAM-Dachfonds Global Value wurde von Fonds professionell mit dem Deutschen Fondspreis 2008 ausgezeichnet. 2008 wurde dem Unternehmen zudem der Preis Top100 als einem der 100 innovativsten Mittelständler Deutschlands verliehen. Im Jahr 2011 erhielt der GECAM Global Balanced einen Fund Award in der Kategorie Dachfonds Aktien- und Rentenfonds (1 Jahr).


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