Aktuelles - Versicherungen

Thema: Was Selbstständige von ihrer Altersvorsorge erwarten

Die Aktienmärkte steigen – und damit rückt auch die Rendite wieder mehr in den Fokus. Aber: Einer aktuellen repräsentativen Umfrage* zufolge, die das Meinungsforschungsinstitut "forsa" im Auftrag der "Condor Lebensversicherungs-AG" durchgeführt hat, würden 45 Prozent der Selbstständigen und Freiberufler nur dann auf chancenreiche Aktien oder Fonds zurückgreifen, wenn sie zumindest die eingezahlten Beiträge wiederbekämen.

Doch Garantien kosten Geld. Und früher war die Bereitschaft, dafür zu bezahlen, gering. „Das hat sich nach den Erfahrungen während der Finanzkrise gewandelt“, fasst Claus Scharfenberg, Vorstandsmitglied der "Condor Lebensversicherungs-AG", ein weiteres wesentliches Ergebnis der "forsa"-Studie zusammen.

Garantie darf auch etwas kosten

41 Prozent der befragten Selbstständigen und Freiberufler sind grundsätzlich bereit, etwas dafür zu bezahlen, dass ihre eingezahlten Beiträge auch bei risikoreichen Anlagen geschützt sind.

Altersvorsorge passt sich dem Einkommen an

„Neben der Sicherheit ist es gerade für Selbstständige wichtig, eine Altersvorsorge zu haben, die sich an wechselnde Einkommenssituationen anpassen lässt“, benennt Scharfenberg ein zweites wichtiges Auswahlkriterium für diese Berufsgruppe – die Flexibilität der Beitragszahlung. „Die Höhe der monatlichen Beiträge sollte so angesetzt werden, dass diese auch in schwierigen Einkommenssituationen ohne Sonderzahlungen weitergeführt werden können“, rät Scharfenberg.

Beratung und Information verstärken

Nur jeder zehnte Selbstständige nutzt aktuell die Möglichkeiten der steuerlich geförderten Altersvorsorge. Ein Umstand, der in hohem Maße auch auf die unzu-reichende Information über die positiven Eigenschaften der Basis-Rente zurückzuführen ist (73 Prozent fühlen sich laut Umfrage schlecht oder gar nicht informiert). Doch die Umfrage zeigt auch: Je besser die Befragten informiert sind, desto höher ist ihr Interesse an einer Basis-Rente. Insbesondere bei jungen Leuten hat sich das Wissen in den vergangenen Monaten deutlich erhöht – und damit ist auch ihre Abschlussbereitschaft signifikant gestiegen. „Wir halten es daher für sehr wichtig, Selbstständige und Freiberufler noch stärker zu informieren. Über unsere unabhängigen Vermittler möchten wir die Vorteile und Lösungsmöglichkeiten vermehrt an den Kunden heran-tragen und so die Popularität der Basis-Rente weiter erhöhen“, so laut Scharfenberg das erklärte Ziel des Unternehmens in diesem Produktsegment.

*Basis der Umfrage: Repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Condor Lebensversicherungs-AG unter 500 Selbstständigen und Freiberuflern zum Thema Basis-Rente.


Thema: Riesterrente - 14 Millionen Deutsche "riestern"

Für das dritte Quartal meldet das "Bundesministerium für Arbeit und Soziales" (BMAS) wachsende Zahlen für staatlich geförderte Altersvorsorge. In den Monaten Juli, August und September entschieden sich rund 234.000 Bürgerinnen und Bürger neu für einen Riester-Vertrag.

Damit haben im laufenden Jahr bereits mehr als 830.000 einen solchen Vertrag abgeschlossen. Die Gesamtzahl der Riester-Verträge durchbrach damit die 14-Millionen-Grenze und erhöhte sich mit Stand 30. September 2010 auf knapp 14,1 Millionen.
Die Zahl der Wohn-Riester-Verträge stieg ebenfalls an. Im dritten Quartal entscheiden sich 65.000 Menschen für die "Eigenheimrente".

Zulagenantrag bis Dezember stellen

Wer im Jahr 2008 einen Riester-Vertrag abgeschlossen und noch keinen Zulagenantrag gestellt hat, muss dies über seinen Produktanbieter bis spätestens Ende Dezember 2010 nachholen, um sich die Zulage für 2008 zu sichern. Die Zulage muss in jedem Fall beantragt werden - auch dann, wenn die darüber hinaus gehende steuerliche Förderung im Rahmen der Einkommenssteuerveranlagung günstiger ist.

Mit einem Dauerzulagenantrag kann man den Anbieter beauftragen, jährlich den Zulagenantrag bei der "Zentralen Zulagenstelle für Vermögen" (ZfA) zu stellen.

Entwicklung der Privaten Vorsorge [PDF] Quelle: BMAS

Damit läuft das Verfahren automatisch, und die Zulage muss nicht in jedem Jahr neu beantragt werden. Die Bevollmächtigung gilt dann bis auf Widerruf und nur eventuelle Veränderungen - wie beispielsweise Familienzuwachs -müssen mitgeteilt werden.

Um sich die staatliche Förderung für 2010 bis Jahresende zu "sichern" müssen vier Prozent des Vorjahresbrutto-einkommens (höchstens 2.100 Euro; abzüglich der Grundzulage von 154 Euro und gegebenenfalls der Zulage(n) für kindergeldberechtigte Kinder von jeweils 185 Euro bzw. 300 Euro für nach 2007 geborene Kinder) in ein förderfähiges Riester-Produkt fließen.

Hinweis:

Bei den genannten Zuwächsen handelt es sich um Nettozuwächse, d. h., Vertragsabgänge bzw. Kündigungen sind bereits berücksichtigt. Der Anteil der ruhend gestellten Riester-Verträge (aktuell keine Beitrags-leistungen in der Ansparphase) wird für das Jahr 2008 auf rund 15 Prozent geschätzt und liegt damit unter dem Wert für nicht förderfähige Rentenversicherungen.


Thema: Wohngebäudeversicherung

Wohngebäudeversicherungen sind Versicherungen, die für Immobilien in Deutschland am häufigsten abgeschlossen werden. Jeder Hausbesitzer sollte eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen haben.

Unwetter nehmen in Deutschland zu, besonders Stürme, Überschwemmungen und auch Hagel werden immer häufiger. Durch den Sturm „Kyrill“ im Jahr 2007 wurden in Deutschland Schäden in Höhe von insgesamt 2,4 Milliarden Euro verursacht.
Eine Wohngebäudeversicherung versichert alle Schäden am Gebäude, die durch Sturm, Feuer, Blitz, Explosion, Hagel und ausgelaufenes Leitungswasser entstehen sowie die durch Blitz, Feuer und Explosion verursachten Folgeschäden. Durch eine Wohngebäudeversicherung ist nicht nur das Wohngebäude, sondern auch die Nebengebäude, Garagen und Fassade sowie Hauselektrik, am Gebäude angebrachte Installationen wie Außenjalousie, feste Installationen wie Sanitäranlagen im Haus und Heizungsanlagen versichert. Im Vertrag müssen Nebengebäude, Gartenhäuser und Garagen gesondert aufgeführt werden. Einige Versicherer versichern über eine Wohngebäudeversicherung auch Schäden, die durch Sturm im Garten des Versicherten entstanden sind. Eine Wohngebäudeversicherung ersetzt am Haus durch umgestürzte Bäume entstandene Schäden und greift, wenn durch Sturm Dächer des Gebäudes abgedeckt oder beispielsweise die Antennen beschädigt wurden. Auch Solaranlagen können in der Wohngebäudeversicherung versichert werden. Schäden durch Wind am Gebäude werden erst ab Windstärke 8 versichert. Bei Absicherung gegen Schäden durch Leitungswasser ist die Prämienhöhe von der jeweiligen Leitungswasserzone in Deutschland abhängig.

Tritt der Versicherungsfall ein, wird empfohlen, alle entstandenen Schäden genau zu dokumentieren und beschädigte Gegenstände erst nach Absprache mit dem Versicherer zu entsorgen.

Durch eine Wohngebäudeversicherung sind alle Kosten für die Reparatur abgedeckt und auch die, die durch Aufräumarbeiten und Abbruch des Wohngebäudes entstehen. Der Versicherer zahlt dem Versicherten, wenn das Wohngebäude zerstört wurde, den Neubauwert des Gebäudes, der ortsüblich ist, wenn gleitende Neuwertversicherung vereinbart wurde.

Durch die gleitende Neuwertversicherung wird die Versicherungssumme immer an die gültigen Baupreise angepasst, so dass eine Unterversicherung im Schadensfall vermieden werden kann. Die Versicherungs-summe sollte dem zur Folge immer richtig und ausreichend berechnet werden, um eine Unterver-sicherung ausschließen zu können. Am unkompliziert-esten ist ein Tarif, der sich nach qm Wohnfläche berechnet, da den Eigentümern in der Regel die Wohnfläche bekannt ist.

Bei der Wahl der richtigen Wohngebäudeversicherung sollte man unbedingt auf die Bedingungen achten, da viele Versicherer in ihren Bedingungen Deckungslücken aufweisen. Insbesondere sollte Augenmerk auf die Grundstücksbestandteile, Abwasserrohre, Sachver-ständigenkosten, Einrede der groben Fahrlässigkeit und Mitversicherung von Nebengebäuden gelegt werden.

Aufgrund der zunehmenden Unwetter werden die Beiträge für Wohngebäudeversicherungen höchstwahrscheinlich weiter steigen, sodass ein Vergleich unter Beibehalt guter Versicherungsbedingungen ein Wechsel des Anbieters lohnenswert sein kann. Hierbei sind wir ihnen als Fachleute auf dem Versicherungsgebiet gern behilflich. Wir vergleichen für Sie, anhand Ihrer Vorgaben und Absicherungswünsche die Gebäudeversicherungs-angebote der Versicherer und sprechen eine Empfehlung für ein Produkt aus, dass wir Ihnen auch vermitteln.


Thema: Private Haftpflicht

Die Privathaftpflicht ist die wichtigste Versicherung in jedem Haushalt und sollte auf keinen Fall fehlen - egal ob Single, Senioren oder Familie. Denn bei einen durch Sie verschuldeten Schaden, haften Sie mit Ihrem gesamten Vermögen. Falls es sein muss - ein Leben lang!

In der Privathaftpflicht sind einige Versicherungseinschlüsse besonders wichtig:

Ausfalldeckung (Forderungsausfall) in der Privathaftpflicht

Mit dem Einschluss der Ausfalldeckung in der Privathaftpflicht sind Sie selbst als Geschädigter geschützt, wenn Ihnen der Schädiger, den Schaden nicht ersetzen kann, weil er selbst kein Vermögen und keine Privathaftpflicht besitzt. Ein Beispiel: Sie werden von einem Radfahrer angefahren und stürzen unglücklich: ein Wirbelbruch ist die Folge. Sie müssen wochenlang im Beruf aussetzen und haben enorme Kosten. Der Radfahrer hat jedoch keine Privathaftpflicht und ist mittellos. Hier würde Ihnen Ihre eigene Privathaftpflicht den eigenen Schaden  ersetzen.

Deckung für deliktunfähige Kinder in der Privathaftpflicht

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Kinder bis zur Vollendung des 7. Lebensjahrs (im Straßenverkehr auch teilweise bis zum 10. Jahr) nicht selbst haftbar gemacht werden können. Sollten die Eltern keine Aufsichtspflichtverletzung begangen haben, hat der Geschädigte keinen Anspruch auf Schadensersatz. Dennoch bleibt meist eine „moralische Verpflichtung“ gegenüber den Geschädigten wie z. B. den Nachbarn.

Durch den Einschluss dieser Klausel kann die „Einrede der Deliktunfähigkeit“ bei Kindern bis zum vollendeten 7. Lebensjahr - je nach Versicherer auch bis zum 10. Lebensjahr ausgeschlossen werden. Es wird dann in der Privathaftpflicht nur noch geprüft, ob der Schaden im Rahmen der normalen Privathaftpflicht versichert ist. Jedoch ersetzen die Versicherer oft nur begrenzte Summen (z.B. bis 30.000 Euro). Für alle Familien ein Muss in der Privathaftpflicht!

Mietsachschäden

Meist sind Mietsachschäden in der Privathaftpflicht eingeschlossen: Sie bewohnen eine Mietwohnung und Sie beschädigen das Eigentum des Vermieters. Die Privathaftpflicht leistet nur, wenn auch Mietsachschäden eingeschlossen sind. Denn, generell sind Schäden an geliehenen und gemieteten Sachen in der Privathaftpflicht ausgeschlossen. Der Schaden darf jedoch nicht allmählich entstanden sein - Beispiel: Wasser tropft wochenlang auf das Parkett. Hier müssen Sie sofort eingreifen, den Schaden mindern und dem Versicherer umgehend melden.

Schlüsselverlustrisiko

Sie verlieren einen fremden privaten oder beruflichen Schlüssel. Es muss die gesamte Schließanlage ausgetauscht werden und das kann teuer werden. Haben Sie das Schlüsselverlustrisiko abgesichert, leistet hier der Haftpflichtversicherer.


Thema: Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Wer braucht eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht?

Diese Versicherung braucht nur derjenige, der ein Haus vermietet oder ein unbebautes Grundstück besitzt.

Selbstnutzer eines Eigenheims, respektive Reihen- oder Doppelhaushälften sowie von Eigentumswohnungen haben dieses Risiko bereits über eine normale Privathaftpflicht abgedeckt.

Als Hauseigentümer oder Grundbesitzer sind Sie voll verantwortlich für alle Schäden rund um Ihr Haus und/oder Grundstück. Die gesetzliche Grundlage hierfür ist in § 836 BGB festgelegt.

Dieser Paragraph besagt sinngemäß: Kommt es durch den Einsturz eines Gebäudes oder durch die Ablösung

von Teilen des selbigen zu Personen- oder Sachschäden so hat hierfür der Hausbesitzer zu haften, es sei denn, dass er die zur Schadensvorbeugung im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet hat.

Als Hausbesitzer unterliegen Sie auch einem nicht zu unterschätzenden Haftpflichtrisiko aufgrund der Ihnen obliegenden Verkehrssicherungspflicht. Jeder Grundstückseigentümer ist verpflichtet sein Grundstück so abzusichern, dass keine Person dort zu Schaden kommen kann. Dazu gehört insbesondere das Reinigen und Streuen der Gehwege sowie das Schneeberäumen. Sollte per Mietvertrag bestimmt sein, dass anstelle des Hauseigentümers der Mieter die Streu- und Reinigungspflichten zu erfüllen hat, so haftet trotzdem der Hauseigentümer.


Thema: Tierhalter-Haftpflicht für Hunde und Pferde

Die Hundehalterhaftpflicht ist eine wichtige Versicherung für Sie. Hier wird das finanzielle Risiko, wenn der Hund einem Dritten einen Schaden zufügt abgesichert.  Durch unsere langjährigen Schadenserfahrungen möchten wir Ihnen ans Herz legen,  Ihren Hund zu versichern, da die Hundehalterhaftpflicht ein Muss ist.

Viele Schäden wurden zu Zufriedenheit unserer Kunden reguliert. Darunter waren Schäden wie:

  • Zerbissene Schuhe und Hosen
  • Beißerei unter Hunden selbst
  • Unfälle im Straßenverkehr
  • Beschädigtes Mobiliar und Fußböden in Mietobjekten
  • Ungewollter Deckakt
  • Angriffe auf Personen
  • Risse von Hühnern und vieles mehr

Diese Beispiele zeigen, wie wichtig eine Hundehalter-haftpflicht sein kann.

Aus diesem Grunde wurde in einigen Bundesländern wie: Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt die Hundehalterhaftpflicht sogar zur Pflicht-Versicherung für alle Hundehalter eingeführt.

Wichtige Leistungen einer Hundehalterhaftpflicht sind:

  • Mietsachschäden (Schäden an gemieteten Wohnungen/Ferienhäusern)
  • Hohe Deckungssumme (gibt Sicherheit im Schadensfall insbesondere bei Personenschäden)
  • Unangeleintes Führen (wenn Ihr Hund mal stiften geht)
  • Hüten des Hundes durch Dritte Personen (auch der Nachbar/Freund darf mit dem Hund raus gehen)
  • Auslandsschäden (wenn der Hund mit auf Reisen geht)
  • Ungewollter Deckakt (wenn der Rüde Nachbars Hündin deckt)

Thema: Unfallversicherung

Die Kernleistung der Unfallversicherung zielt auf die finanzielle Absicherung im Falle einer dauernden Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit als Unfallfolge hin. Die Absicherung erfolgt in der Regel in Form einer einmaligen Kapital-zahlung oder als lebenslange Rente. Durch Progressions-vereinbarungen kann sichergestellt werden, dass die Höhe der Invaliditätsleistung bei höheren Invaliditäts-graden überproportional ansteigt.

Neben dem Invaliditätsrisiko können auch andere Unfallfolgen gegen Mehrprämie versichert werden. So kann z. B. ein fester Kapitalbetrag für den Fall des Unfall-todes des Versicherten vereinbart werden (Todesfallleistung). Die Todesfallleistung wird fällig, wenn die versicherte Person innerhalb eines Jahres nach dem Unfall an den Unfallfolgen verstirbt. Die Vereinbarung einer Todesfallleistung zusätzlich zur Invaliditätsleistung ist unter anderem deshalb sinnvoll, weil anderenfalls bei unfallbedingtem Ableben des Versicherten trotz schwerer Verletzungen kein Leistungsanspruch entsteht. Denn nach den Versicherungsbedingungen kann eine Invaliditäts-leistung in der Regel frühestens 12 Monate nach dem Unfallereignis verlangt werden. Wenn neben der Invaliditätsleistung auch eine Todesfallleistung versichert ist, kann bereits vor Fälligkeit der Invaliditätsleistung ein Vorschuss auf die Invaliditätsleistung beantragt werden. Die Höhe des Vorschusses wird maximal in Höhe der versicherten Todesfallsumme fällig.

Um den Finanzbedarf im Zeitraum bis zur Fälligkeit der Invaliditätsleistung zu überbrücken, kann zusätzlich eine Übergangsleistung vereinbart werden. Dabei handelt es sich um einen festen Kapitalbetrag, der bei schweren Verletzungen fällig wird, wenn der Versicherte wegen der Unfallfolgen in seiner Leistungsfähigkeit über einen bestimmten Zeitraum erheblich beeinträchtigt ist (zum Beispiel drei Monate 100 %; 6 Monate mindestens 50 %).

Darüber hinaus kann eine Vielzahl weiterer Leistungs-arten vereinbart werden. Hierzu gehören das Kranken-haustagegeld und das nach der Entlassung aus dem Krankenhaus fällig werdende Genesungsgeld, welches in der Regel für die gleiche Anzahl von Tagen wie Kranke-nhaustagegeld gezahlt wird. Ferner das Unfall-Tagegeld, das hauptsächlich der Absicherung von Selbständigen dient. Es wird prozentual nach dem Grad der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit abgestuft fällig.

Weiterhin werden von vielen Versicherern sogenannte Sofortleistungen angeboten. Diese beinhalten feste Kapitalbeträge bei bestimmten schweren Verletzungs-arten. Viele Versicherungsgesellschaften bieten auch ein vertragliches Schmerzensgeld an. Dieses beinhaltet für genau definierte Verletzungen feste Prozentsätze der versicherten Schmerzensgeldsumme.

Als weitere Leistungsarten bietet der Versicherungsmarkt den Ausgleich von Kosten für kosmetische Operationen an, die z. B. zur Behebung von Entstellungen nach einem Unfall anfallen oder die anteilige Erstattung unfall-bedingter Bergungskosten, welche von den Kranken-kassen nicht oder nur teilweise übernommen werden (z. B. Eigenbeteiligungen zum Rettungstransport mit dem Krankenwagen oder Hubschrauberrettungsflüge im Ausland nach einem Skiunfall).

Im Rahmen sogenannter Seniorenpolicen werden als versicherbare Leistungen zunehmend bestimmte zeitlich befristete Serviceleistungen wie Hausbesorgungen, Hausputz, 'Essen auf Rädern' etc. angeboten, falls die versicherte Person hierzu wegen der Unfallfolgen nicht selbst in der Lage ist.

Unfall-Policen sind schwer durchschaubar

Der Vergleich ist höchst kompliziert. Die meisten Versicherungsunternehmen haben schon im eigenen Unternehmen eine ganze Reihe verschiedener Unfallpolicen im Angebot. Die Versicherungssumme allein sagt nicht viel aus. Die Fachzeitschrift Finanztest hat daher umfangreiche Berechnungen angestellt und für jede Police ermittelt, wie hoch die Entschädigung bei verschieden schwerer Invalidität ausfällt. Da Unfälle mit weniger schwerwiegenden Fällen häufiger sind, hatten sie bei der Ermittlung des Preis-Leistungs-Verhältnisses ein höheres Gewicht als die Entschädigung bei hoher und vollständiger Invalidität.

Progression von Vorteil

Das günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis ermittelte Finanztest bei Angeboten, bei denen bei 100-prozentiger Invalidität das je nach Tarif drei- bis fünffache der Versicherungssumme fällig ist. Bei geringerer Invalidität bis etwa 25 Prozent gibt es bei diesen so genannten Progressions-Tarifen auch nur den der Invalidität entsprechenden Teil der Versicherungssumme. Unsinnig und ungünstige Angebote sind solche, die eine Beitragsrückgewähr vorsehen. Sie sind Mogelpackungen. Nur ein Teil des Geldes dient der Absicherung des Risikos. Den anderen Teil des Geldes legt der Versicherer an, um die Beitragsrückgewähr später zu finanzieren.

Extras mit zweifelhaftem Wert

Wichtig ist bei Unfallversicherungen allein die Entschädigungssumme bei Invalidität. Leistungen wie Kranken(haus)tagegeld, Kurkostenbeihilfe, Genesungs- und Schmerzensgeld mögen im Einzelfall auch wichtig sein. Aber: Wer als Selbständiger etwa auf Tagegeld angewiesen ist, wenn er nicht arbeiten kann, braucht dieses Tagegeld nicht nur nach Unfällen, sondern auch bei Krankheiten. Er sollte daher ohnehin eine Krankentagegeldversicherung abschließen. In der Unfallversicherung ist die Zahlung von Tagegeld daher verzichtbar. Bei der Finanztest-Bewertung blieben Extraleistungen jenseits der Entschädigung bei Invalidität außen vor.

Vorsicht bei Vertragsschluss

Im Einzelfall kann auch eine von Finanztest gut bewertete Police falsch sein. Beispiele: Bei der VHV ist die Entschädigung bei bestimmten Sportunfällen ausgeschlossen. Die Cosmos kassiert 20 Prozent Risikozuschlag von Motorradfahrern, Bergsteigern, Tauchern und Reitern. Ähnlich die Ostangler-Versicherung: Sie kürzt bei Motorrad-, Moped- oder Rollerunfällen die Leistung um 20 Prozent. Berufssportler, Rennfahrer, Piloten, Stewardessen und Sprengmeister bleiben bei den meisten Versicherungen ohne Unfallschutz. Doch bei manchen Gesellschaften gibt es auch für Berufe wie Gerüstbauer, Tierpfleger oder Dachdecker keinen Schutz.

Frauen im Vorteil

Frauen sind beim Abschluss von Unfallversicherungen fast bei allen Anbietern im Vorteil. Anders als die Männer gehören sie meist unabhängig vom Beruf zur niedrigen Gefahrengruppe. Bei Männern unterscheiden die Unternehmen: Kaufmännische Angestellte im Innendienst gehören zur niedrigen Gefahrengruppe. Kraftfahrer oder Handwerker müssen wegen des höheren Unfallrisikos einen Aufschlag zahlen. Je nach Tarif kann sich der Beitrag dadurch mehr als verdoppeln.


Thema: Berufsunfähigkeitsversicherung - Teil 1

Das Auto genießt beim Versicherungsschutz der Deut­schen höchste Priorität und wird besser geschützt als die eigene Arbeitskraft. Das ist das Ergebnis einer repräsen­tativen Befragung des IMWF Instituts für Management­ und Wirtschaftsforschung im Auftrag der Hannoverschen Lebensversicherung AG. Danach fühlen sich 77 Prozent der Befragten gegen Schäden, die dem eigenen Auto drohen, gut abgesichert. Doch nicht einmal jeder Dritte behauptet von sich, gegen das Risiko der Arbeitsunfähig­keit geschützt zu sein.

Die hohe Wertschätzung der Deutschen fürs Auto reicht als Begründung nicht aus, interpretiert die Hannoversche das Ergebnis. Vielmehr würden die meisten das Risiko, berufs­unfähig zu werden, so stark unterschätzen, dass sie glau­ben, diese Lücke im Versicherungsschutz sehenden Auges riskieren zu können. 86 Prozent der Vollbeschäftigten und 90 Prozent der Teilzeitbeschäftigten schätzen die Wahr­scheinlichkeit, nach einem Unfall oder durch eine Erkran­kung dauerhaft arbeitsunfähig zu werden, falsch ein.

Folgende Erkrankungen führten in 2010 am häufigsten zur Berufsunfähigkeit

Frauen / Männer

45,6 % / 33,4 % Psychische Störungen
14,3 % / 15,0 % Skelett, Muskeln
  3,2 % /  4,5 % Stoffwechsel
  5,9 % / 13,7 % Herz-Kreislauf
  6,3 % /  5,8 % Nerven, Sinne
11,1 % / 14,6 % Sonstige

VI-Report No. 29.2011
Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund

Das reale Risiko - es liegt im Schnitt zwischen 20 und 30 Pro­zent und ist weitgehend unbekannt. Jeder Zweite ohne BU­-Versicherung kann das Risiko gar nicht abschätzen, unter den BU-Versicherten ist es immerhin noch jeder Fünfte. Vor allem Beschäftigte mit Büroarbeitsplatz verschätzen sich hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten zu können. Das kollidiert mit der Wirklichkeit, denn psychische Störungen, die auch je­den Büroarbeiter treffen können, sind längst zur wichtigsten Ursache für Arbeitsunfähigkeit geworden.

Risiko BerufsunfähigkeitMini-Renten bringen nichts

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoll - aber teuer. Nach dem Motto "lieber wenig als gar nichts" vereinbaren viele Versicherte deshalb Mini-Renten um die 500 Euro oder noch weniger. Wenn es dumm läuft, nützt ihnen das im Ernstfall gar nichts. Dann freut sich nur einer: der Staat, der sich die Grundsicherung spart.

BU-Renten unter Grundsicherungsniveau sind in vielen Fällen sinnlos.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig, sie hat nur einen Haken: Sie ist ziemlich teuer. Der Preis wird maßgeblich durch Eintrittsalter, Beruf und Vorerkrankungen bestimmt und so gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit, die Kosten zu drücken: Man wählt die Rente möglichst niedrig.

"Lieber eine kleine Zusatzrente als gar kein Geld", scheinen viele Versicherungskunden zu denken und vereinbaren Mini-Renten von wenigen hundert Euro, weil sie glauben, zur Not auch damit über die Runden zu kommen. Was sie dabei übersehen: Im schlechtesten Fall nützt die Mini-Rente nicht ihnen selbst, sondern nur dem Staat. Der spart sich dann nämlich die Transferleistungen. Die private Zusatzrente wird zwar nicht auf die staatliche Erwerbsminderungsrente angerechnet, wohl aber auf die Grundsicherung. Vom Staat gibt's nicht viel

Das klingt erstmal verwirrend. Deshalb sollte sich jeder, der eine BU-Versicherung abschließen möchte, zunächst klarmachen, was ihn überhaupt erwartet, wenn er tatsächlich berufsunfähig wird. In der Regel ist das nicht viel. Alle, die ab 1961 geboren wurden, haben nur noch Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, und die wird auch nur voll gezahlt, wenn man grundsätzlich keine drei Stunden täglich mehr arbeiten kann, egal in welchem Beruf. Zudem muss man zuvor fünf Jahre gesetzlich rentenversichert gewesen sein (Die weit verbreitete Annahme, dass junge Menschen damit per se ausgeschlossen sind, ist aber falsch. Für Berufsanfänger gelten Sonderregelungen.) Die Chancen auf eine Erwerbsminderungsrente sind allerdings nicht allzu groß, rund 40 Prozent der Anträge werden abgelehnt. Im Schnitt zahlt die Versicherung derzeit rund 600 Euro, Tendenz sinkend.

Weil das kaum reicht, um den Lebensunterhalt zu sichern, zahlt der Staat seit 2003 eine Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung – eine Art ALG II für jene, die keine Arbeit mehr suchen. Zum Regelsatz von derzeit 364 Euro kommen noch andere Posten wie Miete und Heizkosten, so dass man insgesamt mit 700 bis 750 Euro für die Grundsicherung rechnen kann. Liegt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente unter diesem Satz, wird sie auf das Existenzminimum aufgestockt.

Allerdings gilt für die Grundsicherung bei Erwerbsminderung das Gleiche wie für Leistungen aus Hartz IV: Vermögen und andere Einkünfte werden verrechnet. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente gehört ebenso dazu wie private Berufsunfähigkeitsrenten. Und das wird all jenen zum Verhängnis, die keine oder nur wenig Rente vom Staat bekommen und nur eine kleine Privatrente beziehen. "Es gibt viele Fälle, bei denen die gesetzliche Absicherung gegen Erwerbsminderung nicht greift. Deshalb sollte die Höhe der BU-Rente von vornherein auskömmlich gewählt werden.


Thema: Berufsunfähigkeitsversicherung - Teil 2

Nicht unter 750 Euro

Konkret heißt das: Berufsunfähigkeitsrenten sollten über Grundsicherungsniveau liegen, also nicht unter 750 Euro im Monat, möglichst mit einer Beitragsdynamik zum Inflationsausgleich. In der Praxis scheint sich diese Erkenntnis aber noch nicht durchgesetzt zu haben. Die durchschnittlich versicherten Rentenhöhen im Bestand der Versicherer liegen bei rund 500 Euro, wie eine Analyse von Morgen & Morgen zeigt. Es scheint, als würden viele Absicherungswillige in der Flut der Konditions- und Preisvergleiche die Frage der Rentenhöhe aus den Augen verlieren. Doch eine BU-Versicherung mit Top-Konditionen nutzt wenig, wenn man mit einer Kleinrente lediglich die Sozialkassen entlastet.

Und noch etwas wird oft übersehen: Mit Eintritt ins offizielle Rentenalter endet die Zahlung der privaten BU-Rente. Wer jahrelang keine Rentenbeiträge gezahlt hat, droht geradewegs in die Altersarmut zu schlittern. Die BU-Rente sollte also im Idealfall so hoch sein, dass man davon auch noch in eine private Altersvorsorge investieren kann. Das alles ist natürlich teuer. Wenn man die Gesamt-situation mancher Kunden realistisch betrachtet, lautet meine Empfehlung manchmal auch, keine Verträge abzuschließen." Denn wer durch BU-Beiträge und Altersvorsorge schon heute unter das Existenzminimum rutschen würde, der kann sich die Absicherung für den Ernstfall auch sparen. 

Laut procontra-Umfrage wird die BU-Police auch das Maklerjahr 2011 bestimmen. Matthias Sattler, Vertriebsleiter Alte Leipziger, nennt Leistungspunkte, auf die Makler und Kunden pochen sollten.

procontra: Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als „Muss-Police“. Dennoch klafft zwischen Notwendigkeit und Umsetzung noch eine große Lücke. Wie lässt sich das erklären?
Matthias Sattler: Da gibt es starke Unterschiede nach Einkommenskreisen. Ein BU-Schutz ist zwar sehr wichtig, aber nicht preiswert. Für Berufsgruppen, die körperlich tätig sind beziehungsweise ein höheres Risiko tragen, ist es schwierig diesen Schutz zu finanzieren. Insgesamt sind die Preise für eine BU aber gesunken und die Bedingungswerke verbraucherfreundlicher geworden.

procontra: Welche konkreten Argumente hat der Makler, um die angesprochene Lücke weiter zu schließen?
Sattler: Es hat sich noch immer nicht vollständig herumgesprochen, dass der Staat für alle, die nach 1960 geboren sind, keinerlei Absicherung mehr bietet. Das allein betont bereits die Notwendigkeit. Das Bewusstsein, Vorsorge zu betreiben, wächst vor allem mit zunehmendem Alter. Für junge Menschen in der Ausbildung ist es schwer greifbar, sich gegen die Unfähigkeit einen Beruf auszuüben – den sie meist noch gar nicht haben – zu versichern. Dennoch sollten sie es tun. Das frühe Einstiegsalter und ein in der Regel besserer Gesundheitszustand sichern geringere Prämien.

procontra: Aber auch die Ungewissheit, ob der Versicherer auch zahlt oder sich innerhalb des formulierten Spielraums der Bedingungen herauswindet, hemmt den Abschluss.
Sattler: Sicher gibt es auch einen Wettbewerb im Bedingungswerk. Doch die meisten Streitigkeiten beruhen nicht auf Spielräumen im Bedingungswerk, sondern auf Fehlern, die bereits beim Antrag passieren. Die Beantwortung der Gesundheitsfragen ist hier ein wichtiges Thema. Das VVG hat dafür gesorgt, dass diese Fragen klarer und transparenter formuliert sind und auch von einem Laien verstanden werden können. Wenn der Versicherer Leistungsfälle genauer prüft, hat das nichts mit herauswinden zu tun. Vielmehr ist er den anderen Kunden gegenüber dazu verpflichtet. Anders sind stabile Beiträge nicht zu garantieren.

procontra:
Auf welche Leistungsbausteine sollten Makler auf der Suche nach einer kundenfreundlichen und leistungsstarken BU achten?
Sattler: Der Verzicht auf die abstrakte Verweisung stellt ein absolutes Muss dar. Dadurch ist gewährleistet, dass der Versicherte nicht auf Tätigkeiten verwiesen werden kann, für die es möglicherweise gar keine Arbeitsplätze gibt. Für die Rechtssicherheit der Kunden ist es auch wichtig, dass in den Bedingungen präzise definiert wird, was unter dem Begriff „zumutbar“ bei der konkreten Verweisung zu verstehen ist. Wir finden, dass Einkommens­einbußen von 20 Prozent oder mehr nicht zumutbar sind.

procontra: Welche Bausteine sind noch zu nennen?
Sattler: Da wären Wiedereingliederungshilfen und Rehamaßnahmen, die dem Versicherten helfen in seinen Beruf zurückzukehren. Ebenso ist ein zeitlich unbefristetes Anerkenntnis der Berufsunfähigkeit ein Punkt im Sinne des Kunden.

procontra:
Was bedeutet das konkret?
Sattler: Ist die Gesellschaft irgendwann der Meinung, der Versicherte sei wieder arbeitsfähig, dann ist sie in der Beweispflicht. Bei einem befristeten Anerkenntnis muss der Kunde nach Ablauf der Zeit nachweisen, dass er noch immer arbeitsunfähig ist. Diese Beweislastumkehr bringt den Kunden in eine viel ungünstigere Position.

procontra: Wie kann der Makler das Thema BU auch mit seinen bereits versicherten Kunden aufgreifen?
Sattler: Viele Versicherte besitzen nur einen Basisschutz, der ihrem aktuellen Lebensstandard nicht mehr entspricht. Hier können BU-Renten angepasst beziehungsweise kann kontrolliert werden, ob das Bedingungswerk der einst abgeschlossenen BU immer noch aktuell ist.

Aktuelle Schadenbeispiele und Hinweise

Notebook nicht im Auto lassen
08.12.2010
Wird ein Notebook über Nacht aus dem Auto gestohlen, muss der Reisegepäck-Versicherer den Schaden nicht ersetzen – das geht aus einem aktuellen Urteil des Landgerichts Schweinfurt hervor (Az. 33 S 34/). Der Fall: Während einer Reise hatte ein Mann seinen Wagen am Straßenrand geparkt. Seinen tragbaren Computer hatte er unter den Beifahrersitz geschoben, so dass das Gerät von außen nicht mehr sichtbar war. Am nächsten Morgen fand er sein Fahrzeug dennoch aufgebrochen vor, vom Notebook fehlte jede Spur. Der Reisegepäck-Versicherer des Mannes weigerte sich, das fast 1.400 Euro teure Teil zu ersetzen.

Begründung: Der Versicherungskunde habe grob fahrlässig gehandelt. Werde ein Fahrzeug über Nacht auf öffentlichem Grund abgestellt, dürften keinesfalls Sachen von erheblichem Wert darin zurückgelassen werden. Im vorliegenden Fall sei folglich kein Versicherungsschutz gegeben. Diese Auffassung teilten auch die Richter am Schweinfurter Landgericht: Es sei unerheblich, dass das Notebook unter dem Sitz verborgen gewesen sei. Das Zurücklassen teurer Geräte über Nacht müsse in jedem Fall als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden, der Versicherer muss deshalb nicht zahlen.

Angebote genau prüfen
08.12.2010
Rechtsschutzversicherungen sind eine gute Sache – sie beschränken das finanzielle Risiko, wenn es darum geht, an sein Recht zu kommen. Doch der Kostendruck, der auch vor der Versicherungsbranche nicht halt macht, führt bisweilen zu Problemen. So blieb die Kundin eines namhaften Rechtsschutzversicherers auf den Anwaltsgebühren für die Durchsetzung einer Forderung sitzen, weil ihr Rechtsvertreter sich mit dem Schuldner gütlich geeinigt hatte. Grund: Der Versicherer konnte auf eine Vertragsklausel verweisen, nach der Anwaltskosten, die bei der außergerichtlichen Durchsetzung von Rechtsansprüchen entstehen, grundsätzlich aus eigener Tasche zu zahlen sind. In anderen Fällen versuchen Rechtsschutzversicherer, eigenmächtig an „überhöhten“ Gutachterrechnungen herumzustreichen. Trotz möglicher Regulierungsprobleme ist eine gute Rechtsschutzversicherung für Viele unverzichtbar. Beim Abschluss sollte man deshalb einiges beachten. Zunächst den Bedarf klären. Welche Rechtsgebiete will man versichern und gibt es dafür einen Rechtsschutz? Für Berufstätige ist beispielsweise eine Arbeits-Rechtsschutzversicherung wichtig. Zweitens: Alternativen prüfen. Nicht immer macht ein Rundum-Sorglos-Paket Sinn. Beim Mietrecht bieten Mietervereine ihren Mitgliedern Rechtshilfe an. Drittens: Ausschlüsse prüfen. Das Kleingedruckte macht Versicherten häufig ein Strich durch die Anwaltsrechnung. Auch wenn es mühsam ist - durchlesen kann vor unangenehmen Überraschungen schützen. So lehnen die meisten Versicherer ab, die Kosten für eine Beratung bei der Testamentserstellung zu bezahlen. Auch Scheidungsstreitigkeiten zwischen zuvor gemeinsam versicherten Eheleuten werden in aller Regel nicht bezahlt. Und wer gegen einen Parkknöllchen vorgehen will, muss je nach Vertragsbedingungen ebenfalls oft auf die Erstattung von Anwalts- und Gerichtskosten verzichten.

Frostschäden besser vermeiden
08.12.2010
Bei anhaltenden Minustemperaturen häufen sich Schäden durch einfrierende Wasserleitungen. Mehr als 21.000 Frostschäden werden deutschen Versicherern jedes Jahr gemeldet. Gegen die finanziellen Folgen besteht grundsätzlich Versicherungsschutz im Rahmen der Gebäudeversicherung – sofern der Versicherte seine Sorgfaltspflichten erfüllt. Bei unbewohnten oder – etwa während eines Skiurlaubs – länger ungenutzten Immobilien reicht es nicht, nur gelegentlich nachzuschauen. Meist genügen aber schon wenige Handgriffe, um unangenehme und kostspielige Frostschäden zu vermeiden: Die Wohnung ausreichend heizen und in unbenutzten Gebäuden, z.B. in Ferien- und Wochenendhäusern, bei längerer Abwesenheit alle wasserführenden Anlagen entleeren. Die Heizung sollte zuvor auf einwandfreie Funktion kontrolliert werden. Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch Leitungen oder Anlagen einfrieren, ist in vielen Fällen mit einfachen Mitteln ein gefahrloses Auftauen möglich. Dazu eigenen sich heißes Wasser, Heizlüfter oder sogar Haartrockner. Um das Platzen der Leitung zu verhindern, sollte vom geöffneten Hahn in Richtung der blockierten Strecke aufgetaut werden. Besser keine Infrarotstrahler oder offenes Feuer (z.B. Kerzen, Löt-, Schweiß- und Gasbrenner) einsetzen. Mit diesen Mitteln riskiert man nicht nur das Platzen der Leitung, sondern auch einen Brandschaden.

Deutsche Autofahrer kennen ihren Versicherungsschutz bei „grober Fahrlässigkeit“ nicht
08.12.2010
Obwohl seit mehreren Jahren einige Kfz-Versicherungen „grobe Fahrlässigkeit“ einschließen, weiß ein Großteil der deutschen Autofahrer nicht, ob dies bei ihrer Versicherung der Fall ist. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK-Gruppe im Auftrag des Kfz-Direktversicherers DA Direkt. So geben 39 Prozent der Befragten an, dies nicht zu wissen. Gerade mal 13 Prozent haben diesen Versicherungsschutz und nur die Hälfte hat sich wirklich bewusst dagegen entschieden.

„Autofahrer sollten unbedingt wissen, inwieweit ihre Versicherung „grobe Fahrlässigkeit“ einschließt. Denn grob fahrlässiges Verhalten kann ein Teilnehmer im Straßenverkehr nicht grundsätzlich ausschließen“, zeigt sich Norbert Wulff, Vorstand der DA Direkt, von den Ergebnissen überrascht. Hintergrund der Umfrage ist, dass seit 2007 das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ entfallen ist. Ein grob fahrlässig herbeigeführter Schaden führt seitdem in den meisten Fällen zwar nicht mehr zum Verlust des kompletten Versicherungsschutzes. Es erfolgt jedoch ein anteiliger Abzug der Leistung, je nach dem Grad der groben Fahrlässigkeit. Dieses Risiko kann der Kunde durch die Versicherung der groben Fahrlässigkeit vermeiden. Der Versicherer übernimmt dann den Schaden. Hiervon ausgenommen sind natürlich Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen und Fahrzeugentwendungen.

Bewusstsein für Risiko
Wer etwa bei Rot über eine Ampel fährt, der kann seinen Versicherungsschutz aufgrund von grob fahrlässigem Verhalten verlieren. Rund 70 Prozent der Befragten wussten zumindest dies. Auch ein Drittel derer, die noch keinen Schutz haben, beziehungsweise nicht wissen, ob ihre Kfz-Versicherung dies beinhaltet, würden sich für die Absicherung von „grober Fahrlässigkeit“ entscheiden. So sind den Befragten das Risiko und die Bedeutung der „groben Fahrlässigkeit“ durchaus bewusst, jedoch mangelt es am Versicherungsschutz. „Die Ergebnisse zeigen, dass noch mehr in die Information und Transparenz rund um das Thema „grobe Fahrlässigkeit“ von Seiten der Versicherer investiert werden muss“, betont Wulff.


Thema: Rechtsschutz

Wildschadenbeihilfe

Sie hatten mit Ihrem Fahrzeug einen Zusammenstoß mit

  • Wild (z. B. Reh) oder
  • jagdbarem Federwild (z.B. Fasan) oder
  • Pferden, Rindern, Schafen, Ziegen.

Beispiel 1:

Es besteht eine Kaskoversicherung, die für den Schaden aufkommt. Sie haben eine Selbstbeteiligung vereinbart.

Der Schaden wird von der Kaskoversicherung bezahlt.

Wir übernehmen bis 1.050,- € die in Abzug gebrachte Selbstbeteiligung.

Beispiel 2:

Es besteht keine Kaskoversicherung.

Wir erstatten die Reparaturkosten Ihres Fahrzeuges oder bei Totalschaden den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes bis zum Höchstbetrag.

Tipp:

Vorsorge:

Wildwechsel findet überwiegend im Frühjahr, sowie im Spätsommer/Herbst statt. Achten Sie in dieser Zeit vor allem in der Dämmerung, im Morgengrauen und nachts auf Wild, da es dann besonders aktiv ist. Beachten Sie auch Hinweisschilder mit Wildwechsel-Warnzeichen und passen Sie Ihre Geschwindigkeit an - vor allem in Waldgebieten, in Kurven oder auf freiem Feld. Ein Tier ist selten allein, oft folgt ein zweites oder ein ganzes Rudel.

Bei Anblick eines Tieres: Bremsen - abblenden - hupen!

Wenn sich ein Wildunfall anbahnt

  • niemals unkontrollierbare Gewaltbremsungen ausführen, sondern die
  • Geschwindigkeit konfliktfrei verringern und
  • durch Spurhalten ein Abkommen von der Straße oder den Anprall auf ein Hindernis verhindern.

Ein Ausweichen ist meistens nicht möglich. Der Zusammenstoß mit Wild ist nicht so gefährlich wie eine Baumberührung oder die Kollision mit dem Gegenverkehr.

Zeigen Sie den Unfall sofort bei der nächsten Polizei/Forstbehörde an und verlangen eine Wildunfallbescheinigung. So haben Sie einen geeigneten Nachweis, der Ihnen bei der Geltendmachung Ihrer Ansprüche hilfreich sein wird.

Abschleppbeihilfe

Beispiel 1:

Sie sind mit Ihrem Fahrzeug liegen geblieben und eine Pannenhilfe direkt am Schadenort war nicht möglich.

Ihr Fahrzeug wird in eine Werkstatt abgeschleppt.

Beispiel 2:

Sie hatten einen Verkehrsunfall und der Schaden an Ihrem Fahrzeug ist so groß, dass es aus eigener Kraft nicht mehr weiter fahren kann.

Ihr Fahrzeug wird in eine Werkstatt abgeschleppt.

Pannenhilfe

Beispiel 1:

Sie möchten morgens in die Arbeit fahren, Ihr Fahrzeug springt nicht an.

Ein Pannenhilfsfahrzeug kann die Batterie an Ort und Stelle überbrücken, so dass Sie losfahren können.

Beispiel 2:

Sie haben während der Fahrt einen Reifenschaden und können das Reserverad nicht selbst wechseln.

Ein Pannenhilfsfahrzeug kommt direkt zum Schadenort und wechselt den Reifen, so dass Sie weiterfahren können.

Kfz-Öffnung

Sie schließen die Fahrzeugtüre oder den Kofferraumdeckel Ihres Fahrzeugs, nachdem der Einkauf gerade darin verstaut wurde und bemerken dann, dass sich der Schlüssel auch im Fahrzeug befindet.

Ein Pannenhilfsfahrzeug kommt und öffnet das Fahrzeug.

Krankenrücktransport

Sie haben im Ausland einen Verkehrsunfall und sind so schwer verletzt, dass der Arzt einen Rücktransport in ein Krankenhaus anordnet, das die medizinisch notwendige Versorgung durchführen kann.

Regressbeihilfe

Sie sind angestellter LKW-Fahrer und Ihr Arbeitgeber verlangt eine Rückzahlung (nimmt Sie in Regress), weil Sie einen Verkehrsunfall verursacht haben, indem sie grob fahrlässig gehandelt haben.

Wir helfen Ihnen mit einer Kostenbeteiligung, wenn die Regressnahme Ihres Arbeitgebers nach der arbeitsrechtlichen Rechtssprechung berechtigt ist.

Was ist grobe Fahrlässigkeit?

  • Ordnungsgemäß handelt, wer alle ihm auferlegten Sorgfaltspflichten beachtet.
  • Fahrlässig handelt, wer "die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt".
  • Grob fahrlässig handelt, wer "die im Verkehr erforderliche Sorgfalt gröblich, im hohen Grade außer Acht lässt, d. h. wer nicht beachtet, was unter den gegebenen Umständen jedem einleuchten müsste. Grob fahrlässig sind "schlechthin unentschuldbare Pflichtverletzungen, die das gewöhnliche Maß erheblich übersteigen".

Beihilfe für Helfer am Unfallort

Sie helfen an einem Unfallort einen Verletzten aus dem Fahrzeug zu bergen und beschädigen oder beschmutzen dabei Ihre Kleidung.

Rechtshilfe bei aktiver Nebenklage

Sie werden als Fahrer eines Fahrzeuges unverschuldet in einen Unfall verwickelt und dabei schwer verletzt.

Gegen den Unfallgegner wird ein Strafverfahren eingeleitet. Aus Interesse an der Bestrafung des Unfallverursachers und wegen der Verfolgung der Schadenersatzansprüche, beantragen Sie die Zulassung als Nebenkläger im Strafverfahren gegen den Unfallgegner.

Wir unterstützen Sie ab zugelassener Nebenklage finanziell mit den Anwalts- und Gerichtskosten.

Unfallkrankengeld

Sie haben sich nach einem Autounfall oder Fahrradsturz verletzt und sind deshalb für längere Zeit arbeitsunfähig krankgeschrieben.

Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes spielt hierbei keine Rolle.

Unfallsterbegeld

Dient zur Unterstützung der hinterbliebenen Erben z. B. als Kostenbeitrag für die Aufwendungen der Bestattung nach Unfalltod des Mitgliedes als Verkehrsteilnehmer (auch Fußgänger, Radfahrer).


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